Cortona: eine endlose Geschichte

Cortona in Arezzo, Tuscany

Hochgelegen am mit Olivenbäumen und Reben bedeckten Berghang, 650 Meter über Meereshöhe, Cortona bietet einen der atemberaubendsten und weitesten Blicken Italiens. Die Herkunft der Stadt verliert sich in den Nebeln der Zeit und der Legende: Vergil behauptet dass Dardanus, nachdem er Cortona gegründet hatte, nach Osten abgreist sei um Troja zu errichten. Griechische Schriftsteller wie Theopompus, Aristoteles und Lycophron behaupten Ulysses sei in Cortona gestorben.
Was sicher ist, ist dass Cortona in Etruskischen Zeiten eine der zwölf Lukumonien war. Die Grieche nannten die Stadt Croton; Livius nannte sie Cortona und Vergil erwahnte die Stadt in seiner Aeneis als Corytus.
Die etruskiche Vergangenheit der Stadt ist von ihren massiven Mauern und den im Museo dell’Accademia Etrusca beherbergte Fundgegenständen bestätigt. Die jüngste Entdeckung des monumentalen Grab des „Melone II del Sodo“, das bis ins 6. Jahrhundert V.Chr. zurückdatiert, bewies die Rolle der Stadt innerhalb der etruskischen Zivilisation und Kunst.

Unter Lucius Cornelius Silla wurde Cortona eine römische Kolonie. In der Nähe der Stadt, an den Küsten des Trasimenischen Sees, fand am 24 Juni 217 V.Chr., im Laufe des zweiten punischen Kriegs, zwischen dem von Hannibal geführten Heer und dem römischen Heer des Konsuls Flaminius, eins der blutigsten Massaker der Geschichte statt.
Während der barbarischen Invasionen wurde Cortona durch die Goten verwüstet (450 n.Chr.) um später im 13. Jahrhundert als freier florierender Stadtstaat mit eigener Münzprägung wiederaufzutauchen, der oft mit Arezzo in offenen Streit geriet. Cortona war eine ghibellinische Stadt und wurde von Kaiser Friedrich II und Kaiser Heinrich VII von Luxemburg besucht und ihr wurden von diesen Privilegien eingeräumt. Im 1529 folgte Cortona, zuerst unter den Medici und dann unter den Haugsburg-Lothringern, dem Schicksal des toskanischen Großherzogtum. Schließlich wurde Cortona, im 1860, mit dem Plebiszit, zu Teil des Italienischen Königreichs.

Melone etrusco Sodo in Cortona

Der Palazzo Casali ist ein der bedeutendsten und edelsten Paläste der Stadt. Seine Fassade wurde Anfangs des 16. Jahrhundert von Architekt Filippo Berrettini entworfen und wurde der innere Teil des Palastes im 13. Jahrhundert erbaut. Der Palast diente der Familie Casali, den mittelalterlichen Stadtherren Cortonas, als Wohnsitz und ist heute Sitz der Accademia Etrusca und des Museo dell’Accademia Etrusca. Der Palazzo Comunale (Rathaus) Erhalten geblieben ist, an der Seite zwischen Piazza della Repubblica und Piazza Signorelli, der ursprüngliche Teil des Palastes ( die Sala Consiliare). Später wurden der Glockenturm und die breite Zugangstreppe hinzugebaut.
Der im 13. Jahrhundert erbaute Palazzo Passerini diente den Volkstribunen als Wohnsitz und beherrscht, zusammen mit dem Palazzo Comunale, das Zentrum der Stadt. Der Palast wurde im 1514 am Kardinal Silvio Passerini verschenkt, der, im folgenden Jahr, seinen Freund, den Papst Leo X, darin zu Gast hatte. Am Anfang der Via Guelfa Strasse, steht der Palazzo Mancini, der heutige Sitz der Banca Popolare di Cortona. Eine kaum mehr sichtbare Inschrift behauptet der Palast im 1533 erbaut worden sei.
Nicht fern davon, auf der linke Seite der Strasse, Hausnummer 11 und 15, kann man zwei weitere merkwürdige Renaissance-Paläste schätzen.
Hoch auf dem Hügel steht die imposante Festung Fortezza Medicea del Girifalco, ein gewaltiges militärisches Monument, das im ehemaligen Standort einer im 1258 von Arezzo-Welfen errichteten Festung, erbaut wurde.
Die Festung wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhundert, vom cortonesischen Architekt Francesco Laparelli, einem Mitarbeiter des Antonio da Sangallo, unter Cosimo dei Medici erneut gebaut.

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