Cortona: kultureller Rundgang

Die zwei Museen der Stadt, der Museo dell’Accademia Etrusca und der Museo Diocesano, sind zwei unvermeidliche Etappen für die, die über die Geschichte und die alte und gegenwärtige Kunst der Stadt etwas mehr wissen möchten.

Lampadario etrusco in bronzo

Das im 1727 als Ausdruck der kulturellen Tätigkeiten der Accademia errichteten Museum, ist über 14 Säle des Palazzo Casali, in der Piazza Signorelli, verteilt. Das Museum enthält etruskische, ägyptische, römische und spätere Sammlungen.
Unter den merkwürdigsten Stücken: der „etruskische Leuchter“, ein prächtigen Bronzewerk vom 5. Jahrhundert v.Chr.; das „ägyptische Totenboot“, ein 2000 Jahre altes Holzartefakt; Die „Musa Polimnia“, ein seltsames enkaustisches Porträt auf Schiefertafel; eine „Madonna“ des Pinturicchio (1454-1513), ein großes Altarbild mit „Madonna und Santi“ des Pietro da Cortona (1597-1669), die „Adorazione dei Magi“ von Signorelli (1450-1523) sowie mehrere Arbeiten von berühmten Künstlern wie Bartolomeo della Gatta, Andrea Comodi, Neri di Bicci, Niccolò Gerini und Piazzeta.
Der neuere Flügel des Museums beherbergt eine anthologische Sammlung von Werken des Severini (1883-1966)- Die angrenzende kommunale Bibliothek enthält etwa 60.000 Bände, 1172 Pergamente, 633 illuminierte Handschrifte und133 Inkunabeln. Große Bedeutung hat das kommunale Archiv, das von Gelehrten aus aller Welt besucht wird.

l’Annunciazione”, una delle più eccelse opere di Beato Angelico

Das Museo Diocesano befindet sich in der oberen Kirche Chiesa del Gesù und ihrer Sakristei. Der vorm Dom gelegene und mit einer einfachen sandsteinernen Fassade und Verzierungen aus dem 17. Jahrhundert geschmückte Bau, besteht aus zwei übereinanderliegenden mit einer Treppe verbundenen Kirchen; bauliche Veränderungen wurden unter der Bauleitung von Filippo Berrettini durchgeführt; Vasari beschäftigte sich mit der Verzierung der unteren Kirche. An der Wand am hinteren Ende der oberen Kirche hängt die „Annunciazione“, eins der hervorragendsten Werke des Beato Angelico. Im Museum kann man Werke von Sassetta (16. Jh.), Duccio di Boninsegna (14. Jh.) und Luca Signorelli (worunter die dramatische “Deposizione”) beobachten.
Gleich unterhalb des Museums sehenswert sind die Via del Gesù und Via Iannelli, die ihr mittelalterliches Aussehen bewahrt haben. Die barocke Kirche von San Filippo zeigt Gemälde von Piazzetta (1682 – 1754) und Sacrestani (1660-1731); die aus dem 15. Jahrhundert stammende Kirche von San Domenico zeigt in ihrer Fassade ein Lünettenbild des Beato Angelico und beherbergt im innern ein Polyptychon des Gerini und Werke von Signorelli und Bartolomeo della Gatta; die mit Mosaiken geschmückte Nischen sind weitere Sehenswürdigkeiten dieses kulturelles Rundganges.

Tanella di Pitagora

Außerhalb der Stadtmauer, am nach Norden blickende Hang des Hügel, unweit von der Cinque Vie Straßenkreuzung, liegt die Tanella di Pitagora, ein kaum datierbares etruskisches Hypogeum. Den Hügel weiter hinunter, beim Dörfchen Sodo, liegen die Meloni, zwei monumentale etruskische Hügelgräber, die aus fünf miteinander kommunizierenden Grabkammern bestehen (4. Jh.). Am Ort sind derzeit Ausgrabungen im Gang, da es festgestellt wurde, dass sich hier einmal eine große Nekropole befinde.
In den Gräbern wurden zahlreiche Fundegegenstände und einen wahraftigen Goldschatz, der die Goldschmiedekunst der Etrusker beweisen. Alle Funde sind im Museo dell’Accademia Etrusca ausgestellt. Ein weiteres Melone-Grab, das nach ihrem Entdecker benannte Tomba François (1842), das aus zwei Grabkammern besteht, liegt mitten im Zentrum von Camucia. Das Grab wurde als Beerdigungsort vom 6. bis zum 4. Jahrhundert benützt, wie die im Archäologischen Museum von Florenz ausgestellte Funde bestätigt haben.

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