Das “La Renaia” Bauernhaus

Azienda la Renaia a Cortona in Toscana

Am von Cortona zu Ossaia führenden Weg liegt ein kleiner und alter als „La Renaia“ bekannter Bauernhausweiler. Einst war eines der Häuser eine der zahlreichen am Bach Essolina, Nebenfluss des Esse, gelegenen Mühlen.
Der ursprüngliche Teil des heutigen Bauernhauses, der bis in das 17. Jahrhundert zurückdatiert, besteht aus einer weiten Küche und anliegenden Schlafzimmer/Speicher im oberen Stockwerk und einem gleich großen Raum im unteren Stockwerk. Die Wohnung wurde im Lauf der Zeit mehrmals renoviert bis sie das heutige Aussehen erhielt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gehörte der Bauernhof der Familie Testini, die eine Menge Land rund um das Haus besaß. Sie bauten das Erdgeschoss in einen Stall um, der Chianina-Rinder, Pferde, das einzige ehemalige Transportmittel, und Zugesel beherbergte; das Obergeschoss, gestern wie heute durch eine steinerne Treppe mit Loggia erreichbar, wurde zur Wohnung des Farmpächters. Damals gab es in Bauernhäusern keine Toilette; nur wenige Glückliche verfügten über eines Plumpsklo direkt neben dem Misthaufen; für andere diente der Stall im Winter als Toilette und Getreidefelder im Sommer.

foto della famiglia Lazzeri  proprietaria dell'azienda la Renaia a Cortona in Toscana

m 1959 erwarb die Familie Lazzeri den Hof und darin lebten sie bis in die zweite Hälfte der 70er Jahre. Modernität war damals die Mode und erfüllten einige Wohnungen nicht länger, obwohl sie mehrmals renoviert und mit jedem Komfort ausgestattet wurden und trotz den daran angebauten getrennten Remisen, Ställen und Heuboden, den Wunsch ihrer Besitzer.
Sie genossen, dank verbesserten landwirtschaftlichen Quellen und Schweinezucht, einen höheren Lebensstandard und sozialen Status und fühlten wie sie modernere, praktischere und „neuere“ Wohnungen brauchten.
Also wurde „La Renaia“ für eine neuere, solide Betonwohnung aufgegeben.
Und wie die Zeit verstrich, veränderte sich die Familie und lag das alte Haus öde und verlassen. In den 90er Jahren, blickte Dino Lazzeri mit Nostalgie auf das alte, leere, mit Pflanzen überwucherte Haus zurück, dessen Fenster immer geschlossen waren und dessen ödes Aussehen mit dem sorgsam gepflegten Garten des neuen Hauses streitete.

foto della famiglia Lazzeri  proprietaria dell'azienda la Renaia a Cortona in Toscana

Dino’s Tochter, Carola, uns allen bekannt als Loretta, und ihre Mutter, Maria (Dino’s treue, ruhige und fleißige Lebensgefährtin) öffneten währenddessen staubige Schränke und Koffer, die jahrelang aufgehäuft in den alten Ställen lagen und holten sie daraus alte Drucke, Marienbilder, Hausgeräte und Vorhänge.... Wurden daher diese als wertlos betrachtete Gegenstände, die niemand jedoch wegzuwerfen wagte, gereinigt und poliert. Und so, erstand, am Ende des 20.Jahrhunderts „La Renaia“ zu neuen Leben um die, die das ruhige Landleben in dieser gesegneten Ecke der Toskana erleben möchten, zu willkommen. Wir gaben jedoch hier Landwirtschaft nie auf! Wir bauen hier Getreide (Weizen, Korn und Sonnenblumen), Zuckerrüben, Gemüse, Reben und Olivenbäume an mit rationellen und modernen Methoden.

Prodotto tipici dell'agriturismo la Renaia a Cortona

Die Felder sind nicht mehr mit Reben umgrenzt, die an belaubten Ulmen, in einem Gewirr von Zweigen und Ästen, emporklettern; die sind kaum mehr „ von Tausenden von Kanälen und symmetrischen Reihen von Ulmen durchgequert“, die „das reiche Valdichiana wie ein riesiges Schachbrett aussehen lassen dessen Reihen sich näher kommen und in der Ferne sich verschwimmen und wo einige Bauernhäusern wie graue Würfel aussehen“ (R. Schneider – 1907). Belaubte Maulbeerbäume sind kaum mehr zu sehen, deren Blätter Seidenraupe fressen; Reben sind nicht länger im jungen mit Mohnblumen und Lilien bestreuten Weizen versunken.

Die Rationalisierung der Landwirtschaft war, wegen des Arbeitskräftemangel und der Verwendung moderner Maschinen, sowohl unvermeidbar als erforderlich. Wein und Öl sind jedoch wie sie einmal waren: gesund, naturrein und exklusiv aus eigenen Reben und Oliven produziert. Wenn das Wetter günstig ist und die Reben hervorragend, produzieren wir einen großartigen Vinsanto, den Sie bei uns kosten können!

Prodotto tipici dell'agriturismo la Renaia a Cortona

Hier können Sie noch Gemüse im Garten sehen, schmale mit Tomaten und Artischocken begrenzte Wege, Kopfsalat auf den ganzen Platz, Bohnen und blühende Erbsen, die nicht zufällig gewechselt werden.
Man kann hier Pfirsiche, Wassermelonen, Äpfel und Tomaten pflücken, die so gut wie einmal schmecken und können Sie diese pflücken so lange es noch welche gibt!
Wir wollen unsere Gäste nicht enttäuschen: unsere Speisekammer ist kein Supermarkt, sondern unser Garten.

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